Du liebst es Fahrrad zu fahren, hast nun schon einige male Menschen auf Mountainbikes beobachtet und würdest gerne mal etwas Neues ausprobieren, findest dich aber im Dickicht der Fahrrad Industrie nicht zurecht? Wir helfen dir gerne.

Versucht man sich über das Internet eine Übersicht über den Markt zu verschaffen, sind die meisten erst einmal über die Preise Geschockt. „Wieviel bitte? Ich will doch kein Auto kaufen?!“ Man muss aber ganz klar sagen: Vieles ist preislich berechtigt und wird gerne bezahlt. Bevor ich später näher darauf eingehen werde, wieso vieles so teuer und dennoch gefragt ist, klären wir erst einmal, was für den Anfang überhaupt Sinn macht. Für den Anfang muss es nämlich nicht das High-End-Technik-Wunder sein. Es reicht ein günstiges Mountainbike, welches ein paar Randbedingungen erfüllen sollte:

  • Ausreichend stabiler Rahmen (bei den meisten Marken heutzutage Standard)
  • Ausreichend Übersetzungs-Spannweite der Schaltung
  • Gut greifende Bremsen (Scheibenbremsen Ratsam)
  • Federgabel ist wünschenswert, aber anfänglich kein muss

Diese Kriterien lassen sich auch schon bei vielen Hardtail Bikes im unteren Preissegment finden. Ein Hardtail ist ein Fahrrad, welches einen starren Hinterbau hat, also keine Hinterrad Federung. Dieser Typ Fahrrad ist in der Regel für das erste Jahr auf dem Mountainbike völlig ausreichend, da keine großen Sprünge und hohe Geschwindigkeiten gefahren werden. Des Weiteren bieten ausreichen Stabilität, um in jede Disziplin des Mountainbike Sportes hinein schnuppern zu können. Auf diese weise lässt sich gut herausfinden, welche der Disziplinen persönlich am ansprechendsten ist. Hat man für sich herausgefunden, in welche Richtung sich der Fahrstil entwickelt, kann man beim Kauf des Weiterführenden Rades um einiges spezifischer auf die eigenen Ansprüche und Wünsche achten.

Hat man dann also die nötige Erfahrung und hat für das Traum-Sportgerät fleißig gespart, kommen die Fragen: Welche Disziplinen und Fahrräder gibt es eigentlich im Mountainbike Sport?

Auch sollte man sich fragen, was für mich Sinn macht und was nicht. Man kann beispielsweise Tausende Euro in ein High End Fahrwerk (Federgabel und Dämpfer) investieren welches mit Getrennter High- und Low Speed Zug Stufe dafür sorgt, dass das Fahrrad zwischen schweren Schlägen nach Sprüngen anders und Stabiler Arbeitet als bei Schnellen Schlägen von Wurzelteppichen und Steinfeldern, bei denen der Dämpfer schnell arbeitet, um mit dem Untergrund mitzuhalten und damit den Grip am Boden zu halten. Fährt man allerdings nicht Aktiv in diesem und anderen rauen Geländen, ist schnell eine vier stellige Summe ohne Mehrwert ausgegeben worden.  Grundsätzlich gilt für Komponenten: Je teurer die Anbauteile, desto teurer eine Reparatur/ das Austauschen. Als Beginner ist der Teile Verschleiß immer höher als bei erfahrenen Fahrern. Es Empfiehlt sich also nicht von Anfang an das Teuerste vom Teuersten zu kaufen, sondern mit steigender Fahrleistung das Rad stück für stück Upzugraden. 

Ebenfalls wichtig ist der Schutz deines Körpers. Allgemein gilt: Bei Neurädern sollten 5 bis 10 % des Kaufpreises in Protektoren investiert werden. Bei Gebrauchträdern können es 10 bis 15 % werden. Welche Protektoren ihr braucht, könnt ihr in der jeweiligen Fahrrad-Typ Rubrik, jeweils unter „Protektoren“, finden.